Gfh Homepage Kopfillu 2

Seit Frühjahr 2015 leben zwei Silberfüchse auf der Station. Silberfüchse sind eine besondere Farbvariante des Rotfuchses (Vulpes vulpes). Bei der Erforschung der Domestikation vom Wildtier zum Haustier hat diese Fuchsart eine wichtige Rolle gespielt. In den 1950er Jahren wurden in der damaligen Sowjetunion Zuchtversuche mit diesen Silberfüchsen durch.

Die Forscher erhielten bei ihren Versuchen Füchse, die völlig anders aussahen und ein anderes Verhalten zeigten als Füchse in der Wildnis. Nach etwa zehn bis zwanzig Generationen zeigten die Füchse keine Furcht mehr vor Menschen und begrüßten die Pfleger mit Schwanzwedeln und Zuneigungslecken. Sie hatten gefleckte Fellzeichnung, geringelte Schwänze und Schlappohren. Für Laien wirkten sie wie Haushunde. Tatsächlich hatten diese Ergebnisse großen Einfluss auf die Forschungsfrage, wie die Domestizierung des Wolfes von statten gegangen sein könnte und zum Formenreichtum unserer Haushunde geführt hatte.

Füchse gehören zur Familie der Hunde und der Rotfuchs ist in Europa der häufigste Wildhund. Die Tiere galten noch bis in die 1970er Jahre hinein als Einzelgänger, was inzwischen widerlegt ist. Die Tiere leben in Familiengruppen und haben ein ausgeprägtes Sozialleben.

Bildergalerie

myFlickr