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Welche Tiere leben auf der Station?

Auf der Station leben vor allem Tiere aus der Familie der Hunde, darunter Dingos, türkisch-äthiopische Straßenhunde, Marderhunde und Füchse. Daneben gibt es aber auch Bengalkatzen, Hühner und Esel. Die Hunde leben selbständig in Gruppen in großzügigen Gehegen. Auf der Station werden nur Hunde gehalten, die für so eine Haltung geeignet sind. Sinn und Zweck der Haltung sind systematische Verhaltensbeobachtungen.

Auf der Station sind derzeit zwei Neuguinea-Dingos untergebracht. Sie stammen aus einer privaten Haltung und sollen im Mai in einer zoologischen Eirichtung untergebracht werden. Eine Gesellschaft zur Erhaltung der Neuguinea-Dingos finanziert die Unterbringung.

Dingos sind Hunde, die dem Wolf am nächsten stehen. Sie sind quasi ein Rückblick in die Vergangenheit, als Wölfe am Ende der letzten Eiszeit gerade erst zu Haushunden geworden sind. Sie zeigen beispielsweise noch wölfisches Chorheulen und die Fähen sind nur einmal im Jahr läufig. Sie werden oft als primitive Hunde bezeichnet, was aber auf den Grad der Domestikation zu beziehen ist und nicht auf ihre Fähigkeiten, denn Dingos sind äußerst clever, können als Jäger organisiert jagen und kommen wunderbar ohne den Menschen zurecht.

Wer zum ersten Mal das Gehege der türkisch-iranischen Straßenhunde sieht, fühlt sich von der Anzahl der darin lebenden Tiere förmlich erschlagen –aber alle leben friedlich miteinander. Raufereien gibt es zwar auch mal, aber nie mit ernsthaftem Ausgang, trotz der hohen Anzahl. Straßenhunde sind typisch für islamisch geprägte Länder.

Seit Frühjahr 2015 leben zwei Silberfüchse auf der Station. Silberfüchse sind eine besondere Farbvariante des Rotfuchses (Vulpes vulpes). Bei der Erforschung der Domestikation vom Wildtier zum Haustier hat diese Fuchsart eine wichtige Rolle gespielt. In den 1950er Jahren wurden in der damaligen Sowjetunion Zuchtversuche mit diesen Silberfüchsen durch.

Marderhunde sind klein und haben eine Schulterhöhe um 25 Zentimeter. Sie sind aber keine Marder, wie man meinen möchte. Der Name ist irritierend, denn die Tiere gehören zur Familie der Hunde. Bei unseren Marderhunden handelte es sich ursprünglich um ein Pärchen. Mittlerweile hat sich Nachwuchs eingestellt.

Mal keine Hunde aber sehr interessant für vergleichende Beobachtungen sind die Begalkatzen auf der Station. Diese Rasse ist noch sehr ursprünglich in ihrem Verhaltensrepertoire. Sie sind aus der Kreuzung von Wildkatzen und Hauskatzen 1963 in den USA entstanden.

Etwas dreist und aufdringlich sind die vier Esel, die auf der Station leben und es dort lieben, herumzuspazieren. Aus der Ruhe bringen kann die vier so schnell nichts. Die Hunde stören sie wenig – im Gegenteil. Eines ihrer liebsten Hobbys ist das Gehege der Steppendingos.

Auf der Trumler-Station leben seit einiger Zeit auch Hühner. Ursprünglich sollte die Station eine Futterspende bekommen. Dann stellte sich aber heraus, dass das Futter lebende und gesunde Hühner waren. Die Vögel durften leben bleiben und so gibt es in Wolfswinkel auch Sperber-, Vorwerk-, Federfuß- und Seidenhühner.