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weitere Haus- und Wildtiere

Woerner-Rabe
Schon seit mehreren zehntausend Jahren beobachten Menschen den charismatischen Kolkraben und sind von seinen komplexen Verhaltensweisen fasziniert. Er ging in die Mythenwelt der arktischen Jägervölker und die des nördlichen Amerikas ebenso wie in die Sagen der alten Europäer ein. Und bei der Intelligenz dieses Vogels ist es nicht erstaunlich, dass er umgekehrt auch den Menschen beobachtet und sein Verhalten darauf einstellt.
Der Wisent. Zurück in Deutschlands Wildbahn.
Wisente lebten bis ins 17. Jahrhundert gemeinsam mit einem anderen Wildrind, dem Auerochsen, in Europa. Während aber der Auerochse oder Ur (Bos primigenius) nur noch in seiner domestizierten Form als Stammvater der eigentlichen Hausrinder oder seit spätestens den 1920er Jahren in seiner phänotypischen Rekonstruktion als eine neue Rinderrasse („Heckrind“) weiterlebt, blieb der Wisent als Art erhalten. An diesem Wildrind wurden vermutlich nie ernsthaft Domestikationsversuche unternommen. Das Wisent war fast ausgestorben und wurde nicht in letzter Minute, sondern in allerletzter Sekunde vor dem Artentod gerettet.
Der Luchs. Zurück – auch in Rheinland-Pfalz.
Nach Jahrhunderten der Verfolgung und langer Abwesenheit stellt sich die Frage, ob der Luchs erfolgreich seine alte Heimat wieder besiedeln kann. Pinselohr, Backenbart und Stummelschwanz mit schwarzer Spitze machen den Luchs unverwechselbar. Seine Hinterläufe sind länger als die Vorderbeine; große Pranken verhindern im Winter ein Einsinken im Schnee. Der Luchs unterscheidet sich in seinem Verhalten, ehemalige Lebensräume nach längerer Abwesenheit zu besiedeln, deutlich vom Wolf und es wird sehr lange dauern, bis der Luchs bei uns  - wenn überhaupt - wieder verbreitet heimisch wird.
Das Madagassische Buckelrind
Nachdem wir uns bereits mit dem Auerochsen, der Stammform der Hausrinder und einer neuen Zuchtform, das den ausgestorbenen Ur modellhaft verkörpernde Heckrind befasst haben, soll nunmehr eine der bekanntesten tropischen Rinderrassen, das Buckelrind (Zebu), etwas ausführlicher vorgestellt werden - und zwar hier exemplarisch Zebus aus Madagaskar, die keine durchgezüchtete Rinderrasse darstellen, sondern einen „alten Landschlag“ repräsentieren.
Notizen zum Wildschwein

Die im Habitus urtümlichen Wildschweine gehören in Deutschland keineswegs zu den bedrohten Tierarten, ihre Bestände haben sich nicht nur trotz intensiver Bejagung erholt, ihre Bestände nehmen aufgrund des landwirtschaftlichen Strukturwandels und der Klimaänderung stetig zu. Das Wildschwein spaltet diejenigen, die direkt mit ihm zu tun haben: Einerseits große Schädlinge für landwirtschaftliche Nutzflächen, Gärten und Plantagen, andererseits gehätschelte und gefütterte Lieblinge des Jägers. Viele der wissenschaftlichen Erkenntnisse des Wildschweines sind erst in den letzten Jahrzehnten gewonnen worden. Das Hausschwein als domestizierte Form hat zudem eine enorme wirtschaftliche Bedeutung in der Agrarindustrie.

Notizen zu weniger bekannten und ursprünglichen Rindern

Von Dr. Frank G. Wörner. Im Mittelpunkt steht die Domestikationsgeschichte einer Tierart, die weltweit als Nutztier gehalten wird. In dem Essay geht es um ursprüngliche Rinder und die Domestikation des Auerochsen zum heutigen Hausrind. Darüber hinaus werden seltene und ursprüngliche Rinderrassen auf Madagaskar und in Südostasien vorgestellt.

 
 
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